kenne ich viele

In einigen habe ich gelebt, andere habe ich besucht. Orte sind aber nicht nur Städte und Dörfer, sondern besondere Punkte an denen ich mich aufgehalten habe und denen ich mich dadurch verbunden fühle.

Duderstadt 2008

Duderstadt, eine Stadt im Landkreis Göttingen, wurde im Jahr 929 zum ersten Mal namentlich erwähnt. In ihr leben heute ca. 23000 Bürger.
Auf der Kreuzung der Nord - Süd Achse der Handelsstraßen von Italien in den Hohen Norden mit einer West - Ost Achse von Belgien nach Osteuropa lag Duderstadt genau richtig, um ebenfalls vom Handel profitieren zu können.
Das heutige Stadtbild wird von vielen alten, toll restaurierten Fachwerkhäusern geprägt.
Ein markantes Wahrzeichen der Stadt ist der Westernturm, mit seiner gedrehten Spitze.
Die Stadtmauer wurde erhalten und erneuert.

altes Rathaus toll restauriert die Gerade liegt im Auge des Betrachters ein Ort für Träume schöne Schnitzerei

Bei einer Stadtführung wurde folgende Geschichte der Namensgebung erzählt:

Die damaligen „Erbauer“ der Stadt waren Brüder und sollten ihr einen Namen geben.
Sie konnten sich nicht einigen weil keiner ihr einen Namen geben wollte und so hieß es immer hin und her: “Gib Du der Stadt einen Namen!“ So geschah es das sie ihren Namen erhielt. Der Stadtführer meinte, man solle sich nur mal vorstellen wenn die Männer keine Brüder gewesen wären, und sich gesiezt hätten, wie es wohl dann ausgegangen wäre….

nie mehr Fenster putzen!? nicht der schiefe Turm von Pisa... ... der gedrehte Westernturm Maria und ihr Sohn eins der jüngeren Häuser

Zeeland

Markttag in Zierikzee zur Innenstadt

Michael und ich haben uns ein verlängertes Wochenende auf Zeeland / Holland gegönnt. 4 wunderschöne, lange Herbsttage hatten wir Zeit unsere Alltagsprobleme abzustreifen, die Seele baumeln zu lassen. Meine Arbeitskollegin Monika hatte uns ihren Caravan, der in Ouwerkerk steht, zur Verfügung gestellt. An dieser Stelle nochmals: "Danke, Moni."
Von Ouwerkerk aus - übrigens wunderbar ruhig gelegen, gleich hinterm Deich rechts - haben wir per Auto, Fahrrad und zu Fuß, die Insel erkundet.
Die nächstgelegene Kleinstadt ist Zierikzee. Sie besticht durch ihren Charme und ihre ausstrahlende Gemütlichkeit. Cafés und Restaurants umranden den großen Marktplatz.
In einem Hafenbecken liegen einige ältere Segelboote vor Anker, bei deren Anblick man von Christoph Columbus träumt.

Hafenbecken in Zierikzee

Bei unserem Streifzug über die Insel fiel uns in Burgh Haamstede ein besonders gleichmäßig geformtes Exemplar einer chilenischen Schmucktanne auf, ebenso gibt es dort schon einige Fotos vom Deich und Strand: >> Interessen / Natur

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Altena

ist eine Kleinstadt, mit etwas mehr als 21000 Einwohnern im Sauerland. Sie gehört seit 1975 zum Märkischen Kreis und liegt zu Füßen der bekannten Burg Altena.
In der Burg wurde 1912 die erste Jugendherberge eingerichtet. Darüber hinaus befindet sich in weiten Teilen der Burg ein historisches Museum mit zahlreichen Exponaten. Das Motto der 2000 eröffneten Dauerausstellung lautet Ritter, Schmiede und Wandersleut. Der Ausstellung angegliedert sind die Bereiche Märkisches Gestein und Weltjugendgerberge. Zusätzlich gibt es Sonderausstellungen mit regionalgeschichtlichen Themen z.B. über volkskundliches Festbrauchtum, handwerkliche Techniken - wie Malerei, Grafik , Skulptur und vieles mehr.
Nach langen Erkundungsgängen kann man in einem Rittersaal die - zeitgenössische - Gastronomie genießen.

die Burg Altena, 2006

Altena ist auch weltbekannt für Drahtzieherei und drahtverarbeitende Industrie, und man findet vielerorts im Stadtbild Kunstobjekte, die die industrielle Geschichte der Stadt dokumentieren.

ein Baum aus Draht der Brunnen am Busbahnhof Altena

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Friesenhagen

Heute - wie vor 30 Jahren - ist Friesenhagen ein kleines Örtchen im Wildenburger Land.
Damals lebten dort rund 1000 Einwohner, jetzt sind es etwas mehr als 1800.
Friesenhagen ist nicht über große Bundesstraßen zu erreichen. Kleine, schmale Straßen führen von Freudenberg bei Siegen oder Wissen im Kreis Altenkirchen in das kleine Dorf.
Abseits der großen Verkehrsadern gelegen, hat sich der Charme der kleinen Gemeinde über Jahrhunderte erhalten.

Blick ins Tal / Friesenhagen Herbst 2005

Namentlich erwähnt wurde Friesenhagen das erste Mal 1131.
Woher die Namensgebung stammt?
Man nimmt an, dass an ihr der heilige Ludgerus, ein Friese, beteiligt war. Das Anhängsel „hagen“ findet man als -hag, -hain, -hahn öfters in Ortsnamen wieder und bedeutet soviel wie Wald.

Die Herren von Wildenburg waren abhängig von den Herren von Sayn, die wiederum in Friesenhagen einen Amtmann stellten, um dort über die Gerichtsbarkeit verfügen zu können.
1284 wurden durch einen Vertrag die Hoheitsrechte geregelt, und Johann I. von Sayn wurde Herrscher über das Wildenburger Land.

Im Nachbardorf Krottorf regierten die Reichsritter von Selbach, über Jahrhunderte hinweg. Im 16. Jhdt. erbaute Johann von Selbach dort ein Wasserschloss.

Blick zum Eingang Schloss Krottorf im Innenhof / Schloss Krottorf

Die Wildenburg war im 16. und 17. Jahrhundert berühmt - berüchtigt für die Hexenprozesse.
Während eines Prozesses verloren 30 Personen aus den Gemeinden Friesenhagen und Wissen rechts der Sieg ihr Leben.
Die beiden letzten Menschen die in Friesenhagen Opfer eines Hexenprozesses wurden, waren Arnold Kremer und Johann Staußberg.

auf dem Blumenberg / Friesenhagen Herbst 2005 Anna Kapelle auf dem Blumenberg / Friesenhagen Herbst 2005

Sie wurden als letzte Opfer auf dem Blumenberg am „Lindchen“ am 14. März 1652 hingerichtet.
Auf dem Blumenberg steht noch heute die Anna Kapelle oder auch die„rote Kapelle“. Aus dem Lindchen ist eine riesige Linde geworden, die sommers wie winters zum verweilen und ausruhen einlädt.

Quelle: Wildenburger Land „850 Jahre Friesenhagen“
Verlag: Gudrun Koch Siegen

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